Fitness Lexikon
In diesem Fitness Lexikon finden sich Definitionen und Erklärungen vieler
Begriffe aus den Bereichen Sportwissenschaft und Medizin, die in der Fachliteratur
und der allgemeinen Presse häufig verwendet werden.
Ständig aktuell:
Mit einer Email an lexikon@laktatmessung.info können Sie als Anbieter auch selber Begriffe einsenden
oder als Interessent um die Erläuterung eines speziellen Begriffs bitten.
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A
ACTH - Adrenocorticotropes Hormon, das im Vorderlappen der Hirnanhangdrüse
(Hypophyse) gebildet wird, regt die Nebennierenrinde zur Hormonausschüttung
an (z.B. Cortisol)
Adipositas - Fettleibigkeit, Fettsucht: übermäßige Vermehrung
oder Bildung von Fettgewebe, das als hoch verdichteter Speicher von Energie
dient. Ein Zusammenhang zwischen zunehmendem Übergewicht und erhöhter
Morbidität und Mortalität ist vielfach belegt, wobei dieser bei jüngeren
Personen stärker ausgeprägt ist, als bei älteren.
Gängige Routineverfahren zur Beurteilung des Körpergewichts sind die
indirekten Verfahren BMI ("body mass index", siehe BMI), der Taillenumfang
und die Bestimmung des Quotienten aus Taillen- und Hüftumfang ("waist
to hip ratio"). Der Quotient ist ein deutlich besserer Prädiktor für
die Entwicklung eines Typ-II Diabetes und einer koronaren Herzkrankheit als
der BMI.
Eine direkte und exakte Bestimmung der Körperkomposition (Magermasse und
Fettmasse) ist mit verschiedenen radiologischen Verfahren möglich. Zu nennen
sind DEXA (Dual X-ray Absorbtion) und die Computertomographie, die allerdings
beide nicht für die breite Anwendung geeinget sind.
| Einteilung des Körpergewichts anhand von Taillenumfang
und "waist to hip ratio! (WHR) |
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| Einteilung |
Frauen (cm) |
Männer (cm) |
| Taillenumfang |
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| Normalgewichtig |
< 80 |
< 94 |
| Übergewichtig |
80 - 87,9 |
94 - 101,9 |
| Adipös |
> 88 |
> 102 |
| WHR |
|
|
| Taillenumfang |
< 0,8 |
< 0,9 |
| Normalgewichtig |
0,8 - 0,84 |
0,9 - 0,99 |
| Übergewichtig |
> 0,85 |
> 1,0 |
Tab. 1: Die Messung des Taillenumfangs findet auf halber Höhe zwischen
Rippenbogen und Beckenkamm statt. Der Hüftumfang ist definiert, als das
größte Maß oberhalb des Gesäß. Die "waist hip
ratio" ist der entsprechende Quotient aus Taillen- und Hüftumfang.
Aerober Energiestoffwechsel - Energieliefernde Prozesse, die nur in
Anwesenheit von ausreichend Sauerstoff ablaufen (vollständige Fett- und
Kohlenhydratverbrennung zu CO2 und Wasser. Sehr effizient, erlaubt Belastungszeiten
von mehreren Stunden bei niedrigen bis mittleren Belastungsintensitäten).
Anaerober Energiestoffwechsel - Energieliefernde Prozesse, die ohne
Nutzung von Sauerstoff ablaufen (unvollständige Verbrennung, daher sehr
ineffizient, erlauben aber kurzfristig sehr hohe Leistungen. Verbrennung von
Kohlenhydraten, produziert Laktat).
Aktiver Bewegungsapparat - Umfasst das gesamte Skelett, Muskulatur und
die dazugehörigen Sehnen und Bänder.
Anaerobe Schwelle - Belastungsintensität im Übergangsbereich
zwischen rein aerober zu teilweiser anaerober Energiegewinnung. Kennzeichnet
die maximal mögliche Intensität, wo Laktatproduktion und Laktatabbau
im Gleichgewicht stehen (max. Laktat steady state). Diese ist jeweils individuell
und abhängig vom sportlichen Training. Daher sollte sie bei entsprechender
Zielsetzung im Training regelmäßig neu ermittelt werden.
Es existieren mehrere Verfahren zur Bestimmung der anaeroben Schwelle. Nach
dem zuerst beschriebenen Model von Prof. Mader liegt sie bei 4 mmol/l. Weitere Schwellenmodelle berücksichtigen den Ruhelaktatwert oder den individuellen Anstieg der Laktatkurve, um eine individuelle anaerobe Schwelle (IANS) zu bestimmen. Diese weicht unter Umständen etwas von der fixen Mader-Schwelle (4 mmol/l) ab.
Anti-Aging - Maßnahmen zur positiven Beeinflussung des Alterungsprozesses
(nicht nur äußerlich, sondern auch biologisch und physiologisch,
siehe auch Arteriosklerose, Diabetes, Blutdruck, Cholesterin). Häufig werden mit diesem Begriff vor allem kosmetische Eingriffe (wie ein "Lifting") verbunden. Deutlich kausaler als diese "oberflächlichen" Eingriffe, läßt sich ein gewisses Maß an Jugend mit Hilfe ausreichender und gezielter Bewegung und Training erreichen. Auf Basis einer kompetenten (sport)ärztlichen Beratung kann so die Leistungsfähigkeit im täglichen Leben verbunden mit höherer Lebensqualität deutlich verbessert werden. Auf der Basis verschiedener Untersuchungen ist die Hypothese einer Dosis-Wirkungsbeziehung zwischen Sport und Krankheitsrisiko zulässig. Mehr moderate Bewegung senkt das Risiko bis zu einem gewissen Grad deutlich stärker. Unter der richtigen Anleitung eines geschulten Trainers und auf der Basis einer sportmedizinischen Untersuchung ist es nie zu spät zu beginnen!
Den geeigneten Sportmediziner und Trainer finden Sie bei interesse über dieses Portal.
Arteriosklerose - Häufigste krankhafte Veränderung der Arterien,
gekennzeichnet durch Verhärtung, Verdickung und Elastizitätsverlust.
Im fortgeschrittenen Stadium akut lebensbedrohlich. Ausdruck einer Arteriosklerose ist ein erhöhter Blutdruck (= "Hypertonie") Gegenmaßnahmen neben der medikamentösen Therapie ein moderates Ausdauertraining und Ernährungsumstellung.
Arthrose - Degenerative Gelenkerkrankung, die vorwiegend bei einem Missverhältnis
zwischen Beanspruchung und Beschaffenheit bzw. Leistungsfähigkeit der einzelnen
Gelenkteile und -Gewebe entsteht. Regelmäßige individuell angepasste
Bewegung kann arthrotische Beschwerden verhindern oder lindern. Sollte diese Form der Therapie keinen ausreichenden Effekt erzielen, ist ein operativer Gelenkersatz zur Zeit der Therapiestandard.
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B
BCAA - BCAA steht als Abkürzung für Branched Chain Amino Acids,
was übersetzt verzweigt kettige Aminosäuren bedeutet. Medizinische
Studien haben belegt, dass sich durch die Einnahme von BCAA's der Muskelabbau
verlangsamen lässt. Eine übermäßige Dosierung kann zu Nebenwirkungen
führen. Beim Überschreiten der angegebenen Tagesdosis können
Magen - und Darmbeschwerden, insbesondere Durchfall auftreten
Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) - ist eine Analyse zur Bestimmung
des Körperfettanteils und weiterer Kompartimente mittels elektrischer Wechselstromimpulse.
Mit einem Schwachstrom wird dabei über zwei Elektroden ein elektromagnetisches
Feld im Körper aufgebaut. Über zwei weitere Elektroden im Inneren
dieses Feldes an markanten Körperstellen platziert, werden der Spannungsabfall
und die Phasenverschiebung der Signalspannung abgemessen.
Blutdruck - Der in Blutgefäßen und Herzkammern herrschende
Druck, der die Blutzirkulation bewirkt und abhängig von Herzleistung und
Gefäßwiderstand (z. B. Elastizität der Gefäßwand)
ist. Gemessen wird der Blutdruck in er Einheit mmHg (=Milimeter Qucksilbersäule). Angegeben werden dabei immer zwei Werte: Der höhere Wert ist der systolische Druck (Systole), der niedrigere der diastolische Druck (Diastole). Der erste entspricht dem Druck der während der Auswurfphase des Herzens, der Kontaktion des Herzmuskels, entsteht. Der untere diastolische Wert wird durch die großen herznahen Gefäße aufgebaut, die ihre während der Systole einen Teil des Drucks in ihren elastischen Fasern gespeichert haben. Während der Diastole füllen sich die linke und rechte Herzkammer, bevor ein Teil der Füllung in der folgenden Systole wieder ausgeworfen wird. Dieses Volumen bezeichnet man als Ejektionsfraktion (abgekürzt EF).
Body-Mass-Index - Abgekürzt BMI, wird berechnet aus Körpergewicht
(gemessen in kg) geteilt durch das Quadrat der Körpergröße (gemessen
in m). Index zur Beurteilung des Körpergewichtes.
| Beurteilung des Körpergewichts anhand des Body Mass index
(BMI) |
| |
|
|
| Definition |
BMI (kg/m2) |
Risiko von Komorbidität |
| Untergewicht |
< 18,5 |
Niedrig1) |
| Normalgewicht |
18,5 - 24,9 |
Durchschnittlich |
| Übergewicht |
25 - 29,9 |
Leicht erhöht |
| Adipositas |
> 30 |
|
- Schweregrad 1
- Schweregrad 2
- Schweregrad 3
|
30 - 34,9
35 - 39,9
> 40 |
Mäßig erhöht
Stark erhöht
Extrem erhöht |
Tab. 1: Übersicht der Gewichtsbeurteilung an Hand des BMI.
1) Erhöhtes Risiko für respiratorische und zerebrovaskuläre Erkrankungen
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C
Cardiotraining - Bezeichnet das Training des Herz-Kreislaufsystems,
hauptsächlich durch Ausdauersportarten. Diese Trainingsform entspricht einem aeroben Grundlagenausdauertraining mit geringen Laktatspiegeln im Blut.
Cholesterin - Wird vom Körper selbst gebildet wie auch mit der
Nahrung (v. a. tierischen Fetten) aufgenommen und ist ein wichtiger und notwendiger
Baustein bei der Herstellung vieler Hormone. Es gilt in hohen Konzentrationen (dauerhaft
>220mg/dl) als signifikanter Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten, wobei auf
das Verhältnis vom so genannten "guten Cholesterin", dem HDL
(high density lipoprotein) zum LDL (low density lipoprotein) geachtet werden muss. (HDL >35 mg/dl,
LDL <150 mg/dl). Hohe LDL Spiegel im Blut sind ein wichtiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen und damit langfristig mit für Herzinfarkte und Schlaganfälle verantwortlich. Beeinflußt werden kann der Cholesterinspiegel durch eine Anpassung der Ernährung und eine Veränderung des Bewegungsverhaltens. Weiterhin ist eine medikamentöse Therapie möglich (Stichwort "Statine").
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D
Dehydrierung - Abnahme des Körperwassers, verursacht durch gesteigerte
Wasserabgabe (z.B. starkes Schwitzen) ohne ausreichende Neuzufuhr. Dadurch werden
die Fließeigenschaften des Blutes leistungsmindernd verschlechtert. Starke
Dehydrierung (auch: Dehydratation) kann zu Kreislaufversagen führen. Eine deutliche Leistungsverschlechterung bei sportlicher Betätigung ist schon ab einem Wasserverlust von 2% des Körpergewichtes möglich.
Diabetes mellitus - Zuckerkrankheit, beruht auf Insulinmangel oder gestörter
Insulinsensitivität und führt somit zur Störung einiger Stoffwechselprozesse.
Der am häufigsten auftretende sog. Typ II-Diabetes kann eine Folge von
Fehlernährung und Bewegungsmangel sein. Der Diabetes Typ I ist hervorgerufen durch eine Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen (Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse) durch den Körper selbst. Bei einem Typ II Diabetes stellen Ausdauer- und Krafttraining eine wichtige therapeutische Säule dar, die leider häufig nicht ausreichend genutzt wird.
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E
Ergometrie - Messung der körperlichen Leistung unter dosierbarer
Belastung mit einem Ergometer sowie Ermittlung von verschiedenen Parametern
der Herz-Kreislauf-Funktionen.
Essentielle Aminosäure - Aminosäuren, die ein Organismus nicht
selbst herstellen kann, heißen essentielle Aminosäuren und müssen
mit der Nahrung aufgenommen werden. Für Menschen sind Valin, Methionin,
Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Threonin und Lysin essentielle
Aminosäuren. Semi-essentielle Aminosäuren müssen nur in bestimmten
Situationen mit der Nahrung aufgenommen werden, z. B. während des Wachstums
oder bei schweren Verletzungen. Die übrigen Aminosäuren werden entweder
direkt synthetisiert oder aus anderen Aminosäuren durch Modifikation gewonnen.
Methionin kann zu einem Großteil aus Cystein synthetisiert werden. Für
Kinder ist zusätzlich zu den generell essentiellen Aminosäuren Tyrosin
essentiell, da in diesem Lebensalter die Körperfunktion zu dessen Herstellung
noch nicht ausgereift ist. Es gibt auch Erkrankungen, die den Aminosäurestoffwechsel
beeinträchtigen, dann müssen unter Umständen eigentlich nicht-essentielle
Aminosäuren dennoch mit der Nahrung aufgenommen werden.
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F
Fettstoffwechseltraining - Bezeichnet ein sehr niedrig intensives Training
zur Optimierung der Fettstoffwechselfähigkeiten der Muskulatur. Dies ist
die notwendige Grundlage, um darauf aufbauend im höher intensiven Bereich
noch Fette verbrennen zu können. Nur so können bei lang andauernden
Ausdauerbelastungen (Marathon) auch bei Wettkampfgeschwingikeit noch Fette zur
Energiegewinnung herangezogen werden.
Fettverbrennungstraining - Intensiveres Training mit prozentual reduziertem
Anteil der Fette an der Energiebereitstellung. Absolut gesehen werden aber mehr
Kalorien verbrannt.
Flüssigkeitshaushalt - Bezeichnung für die Vorgänge der
Wasseraufnahme, Wasserverteilung und Wasserabgabe des menschlichen Körpers.
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G
Glutamin - Glutamin ist die Aminosäure mit der
höchsten Konzentration in den Muskelzellen des Menschen. Sie ist vor allem für
die Wassereinlagerung in die Zelle verantwortlich und bewirkt bei körperlicher
Belastung eine Vergrößerung des Zellvolumens. Die Vergrößerung
des Zellvolumens wertet der Körper als anaboles Signal, wodurch die Protein
und Glykogenbildung gefördert wird. Glutamin wirkt nicht nur anabol sondern
zusätzlich antikatabol, indem es bei körperlicher Anstrengung einem
Abbau von Muskelgewebe entgegen wirkt. Ebenso verbessert sich die körperliche
Regenerationsfähigkeit während des Schlafes. Bei andauernder und starker
körperlicher Belastung benötigt der Körper mehr Glutamin als
er selbst bilden kann. Dies versucht der Körper zu kompensieren, indem
er versucht, aus anderen Aminosäuren Glutamat herzustellen. Einem Glutamatmangel
kann aber auch von außen durch Supplemente entgegen gewirkt werden. Auch
über die Nahrung ist die Aufnahme von Glutamat möglich.
Glykogen - Eine Form des Zuckers (Vielfachzucker), welches die Speicherform
der Kohlenhydrate darstellt. Es findet sich vor allem in der Leber und der Muskulatur.
Bei intesiven Ausdauerbelastungen mit nahezu 100%iger Kohlenhydratnutzung reichen
die gespeicherten Vorräte eines durchschnittlich trainierten Sportlers
für eine Bealstungszeit von max. 60-90 Minuten.
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H
Herzfrequenz - Akürzung HF oder auch einfach Puls; Angabe der Zahl
der Herzschläge pro Minute (bei vielen Geräten auch bpm: "beats
per minute"), abhängig von Lebensalter, Geschlecht, sportlichem Trainingszustand,
Körpertemperatur, Stress und verschiedenen Umweltfaktoren.
Herzfrequenzvariabilität - Messung des zeitlichen abstandes zwischen
zwei aufeinander folgenden Herzschlägen in Millisekunden. Über den
Grad der zeitlichen Veränderungen können Aussagen über den individuellen
Trainingszustand abgeleitet werden. In vielen Polar-Modellen als sog. "Own
Zone" integriert. nach aktuellen Studien ist dieses Verfahren einer Spirometrie oder einer Laktat Analyse in der Genauigkeit jedoch deutlich unterlegen.
Hungerast - Plötzlicher Leistungsabfall, bei sportlicher Belastung,
der auf das Aufbrauchen der Kohlenhydratreserven des Körpers zurückzuführen
ist.
Hypertonie - Erhöhter Blutdruck
Eingeteilt wird ein erhöhter Blutdruck nach der WHO/ISH-Klassifikation
(1999)
| Kategorie |
Systolischer Blutdruck |
Diastolischer Blutdruck |
| Optimal |
< 120 |
< 80 |
| Normal |
< 130 |
< 85 |
| Hoch-normal |
130-139 |
85-89 |
| |
|
|
| Grad I Hypertonie (mild) |
140-159 |
Oder 90-99 |
| Untergruppe Borderline |
140-149 |
90-94 |
| Grad II Hypertonie (moderat) |
160-179 |
100-109 |
| Grad III Hypertonie (schwer) |
>/= 180 |
>/= 110 |
| Isolierte systolische Hypertonie |
>/= 140 |
und < 90 |
| Untergruppe Borderline |
140-159 |
und < 90 |
| Linß G Journal für Hypertonie
2003; 7 (1): 11-18 |
|
|
Der systolische Blutdruck entspricht dem...
Hypertrophie - Vergrößerung von Geweben oder Organen (z.
B. Muskelzuwachs)
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K
Kreatin - Kreatin als Nahrungsergänzung: Um die Vorräte des
Energieträgers ATP so einfach und schnell wie möglich zu erneuern,
verwenden die Muskeln hauptsächlich Kreatin. Die Kreatinmenge in den Muskeln
spielt eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von intensiven körperlichen
Anstrengungen. Bei Männern enthalten die Muskeln im Ruhezustand ungefähr
vier Gramm Kreatin pro Kilogramm Muskelmasse. Diese Vorräte können
durch eine kurzzeitige zusätzliche Kreatineinnahme erhöht werden.
Eine "Nebenwirkung", die in der wissenschaftlichen Literatur erfasst
ist, ist eine mögliche Gewichtszunahme um ein bis zwei Prozent, je nach
Person. Diese Gewichtszunahme resultiert aus der Einbehaltung von Wasser in
den Muskelzellen. Für Bodybuilder ist das ein wünschenswerter Nebeneffekt,
da der Muskel größer wird, außerdem berichten viele Bodybuilder
über eine Kraftzunahme, dies gilt jedoch als umstritten.
In der Medizin wird Kreatin gelegentlich bei der Behandlung von Muskeldystrophie
zur Verbesserung des Muskelstoffwechsels eingesetzt.
Koronare Herzkrankheit - Folge von Durchblutungsstörungen im Bereich
der Herzkranzgefäße. Hauptursache für Herzinfarkt. Eine vielzahl wissenschatlicher Studien stellen neuerdings eine frühe und konsequente Bewegungstherapie auf eine Ebene mit einer medikamentösen Therapie und einem therapeutischen Einsatzes eines Stents ( = "Platzhalter" der ein Gefäß von innen offen hält).
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L
Laktat - Salz der Milchsäure; Laktat ist das Endprodukt der Glykolyse
und entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von Glukose. Dies ist
der Fall, wenn der Muskulatur bei körperlicher Leistung nicht genügend
Sauerstoff zur Verfügung steht. Die Laktatkonzentration steigt z. B. bei
intensiver Muskelarbeit stark an (siehe Energiestoffwechsel). Gemessen wird es in mmol/l - ausgesprochen Mili-Mol pro Liter.
L-Carnitin - Carnitin beteiligt sich am Transport der Fettsäuren
über die Mitochondrienmembran, da die Fettsäuren allein keinen Zutritt
finden. Die Fettsäuren werden dann im Mitochondrium im Rahmen des aeroben
Energiestoffwechsels oxidativ abgebaut (Beta-Oxidation). Wird eine Körpergewichtsabnahme
mittels Sport und Diät angestrebt, wird Carnitin mitunter als Ergänzung
empfohlen, um einen besseren Umsatz der Fettsäuren zu erreichen, da der
Stoffwechsel bei Übergewichtigen i. d. R. nicht an die körperliche
Leistung angepasst ist. Gesunde Menschen, die normale Carnitin-Spiegel besitzen,
profitieren jedoch nicht von einer Supplementierung (Nahrungsergänzung),
da sich die Carnitinkonzentration im Muskel an sich nicht verändert.
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M
Magnesiummangel - Magnesiummangel ist die beim Sportler am häufigsten
auftretende Elektrolytstörung. Die normale Magnesiumkonzentration im Blut
liegt bei 0,76-1,10 mmol/l. Ausgeprägte Symptome treten meist erst bei
Konzentrationen unter 0,45 mmol/l auf. Der allergrößte Teil des Magnesiums,
ca. 99%, befindet sich innerhalb der Zellen und nur 1% zirkuliert im Blut. Die
einfache Magnesiumbestimmung im Blut ist häufig zu ungenau und ein Magnesiummangel
nicht diagnostiziert. Genauer ist der Magnesium-Loading Test: 0,1 mmol Mg/kg
i.v., 48 Stunden Sammelurin auf Mg Ausscheidung testen.
Magnesium ist ein wichtiger enzymatischer Kofaktor bei über 300 Stoffwechselvorgängen.
Dabei ist es im Rahmen der Energiegewinnung auch bei der zellulären Traubenzuckeraufnahme
beteiligt und somit im Fall eines Mangels Grund für eine Leistungsminderung
des Sportlers.
Bei Belastung wird zusätzliches Magnesium aus dem Extrazellulärraum
(Blut) nach intrazellulär verschoben.
Symptome bei Magnesiummangel
Muskelschwäche, Neigung zu Muskelkrämpfen, Tremor
Kopfschmerzen
Verwirrtheit
Appetitlosigkeit, Übelkeit
Herzrhythmusstörungen
Müdigkeit und Schlaflosigkeit
Tab.1: Symptome bei Magnesiummangel
Ursachen eines Magnesiummangels
Erhöhter Bedarf, z.B. bei Sport
Erhöhter Verlust über die Niere (Diuretika, Durchfall, Schweiß)
Verminderte Aufnahme über die Ernährung
Tab.2: Ursachen eines Magnesiummangels
Maximales Laktat Steady-State - siehe anaerobe Schwelle
Maximale Sauerstoffaufnahme - Menge an Sauerstoff, die maximal während
einer Bealstung vom Körper aufgenommen und umgesetzt werden kann.
Metabolismus - Gesamtheit der Vorgänge des Stoffwechsels, Aufbau,
Abbau und Umwandlung von Nährstoffen.
Mitochondrien - Die "Kraftwerke" der Zelle. Dort findet die
aerobe Energiegewinnung des Körpers statt.
Muskelkater - Durch Überlastung entstehende mikroskopische Risse
im Muskelgewebe, die Entzündungen und Schmerzen hervorrufen. Muskelkater
ist eine Vorstufe von Zerrungen oder Muskelfaserrissen und somit als eine Sportverletzung
zu betrachten. Bei anschließender Regeneration durch Schonung der betroffenen
Muskulatur, durchblutungsfördernde Maßnahmen, Reha-Training und viel
Trinken ist vollständige "Heilung" zu erwarten.
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Omega-3 Fettsäuren - Sind eine spezielle Gruppe innerhalb der ungesättigten
Fettsäuren. Sie gehören zu den essentiellen Fettsäuren. Die Bezeichnung
stammt aus der alten Nomenklatur der Fettsäuren. Bevor man sie als solche
identifizierte, wurden sie gemeinschaftlich als "Vitamin F" bezeichnet.
Für den Menschen sind Omega-3-Fettsäuren lebensnotwendig (essenziell).
Der Körper kann sie selbst nicht bilden, weshalb sie regelmäßig
mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Besonders Seefische wie Makrele,
Sardine, Sardelle oder Thunfisch liefern die langkettigen Omega-3-Fettsäuren.
Gemäß der Ernährungstradition zählen in vielen südeuropäischen
Ländern diese Fische zu einer abwechslungsreichen Speiseplangestaltung.
Bislang wurde auch eine Gesundheitsschützende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren
in vielen epidemiologischen Studien belegt. Sie wirken vor allem antithrombotisch
und können Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen, da folgende Wirkungen
im Einzelnen nachgewiesen wurden:
- Senkung des Fibrinogenspiegels und Verbesserung der Fließeigenschaften
des Blutes
- Senkung des Gehalts an Blutfetten (Triglyceriden) und damit eine Vorbeugung
der "Arterienverkalkung" (Arteriosklerose)
- Bildung Gefäß erweiternder Gewebshormone (Eicosanoide)
- Steigerung der Flexibilität von Zellmembranen
- Senkung des Blutdrucks
- Verminderung des Risiko für den plötzlichen Herztod (antiarrhythmische
Effekte)
- Steigerung der Wirksamkeit weißer Blutkörperchen (Leukozyten)
auf Entzündungsreaktionen
- Risikosenkung einer möglichen Erkrankung an Alzheimer
- Behandlung von Depressionen
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P
Präventiv - Vorbeugend meist gesundheitlich vorbeugende Maßnahmen,
um Krankheiten und negative Veränderungen zu vermeiden.
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R
Respiratorischer Quotient - Beschreibt das Verhältnis (zu einem
Verhältnis gehören immer zwei; Verhältnis zu was?) von ausgeatmetem
o2 (hier würde ich Sauerstoff ausschreiben) Erlaubt Rückschlüsse
auf die Menge und das Verhältnis an verbrannten fetten und Kohlenhydraten.
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S
Spiroergometrie - Messung körperlicher Leistung unter dosierbaer
Belastung mit einem Ergometer sowie Ermittlung verschiedener Parameter der Herz-Kreislauf-Funktion
und der Atmung.
Seitenstechen - Aufgrund von Minderdurchblutung schütten innere
Organe schmerzverursachende Stoffe aus. Mögliche Ursache sind u. a. verringerte
Durchblutung des Zwerchfells, Training mit vollem Magen, zu starke Belastung,
unregelmäßige Atmung. Auch durch verstärkten Blutstrom im Körper
können in Milz und Leber Schmerzen entstehen.
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W
Wellness - Gegenwärtig "inflationär" genutzter Begriff
auch für beliebige Alltagsprodukte. Grundsätzlich versteht man darunter
Verfahren, die das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden steigern,
so auch bewusste Bewegung und sportliches, angepasstes Training.
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